2009
Scheideweg
Das Jahr 2009 wird schwierig!
Zunächst erwarte ich im März einen jungen Hahn aus der Zucht von Herrn Wolfgang Mennig aus Ohmbach, nach dem mein Alt-Hahn letzten Herbst starb (siehe 2008). Die Ohmbacher Linie wurde mit Hilfe der Arbeitsgruppe Kragenfasane der Aviornis aufgebaut - so Herr Mennig. Daher bin ich guten Mutes, einen Amherst von hoher Qualität zu unserer Julia zu setzen. Ob das neu zusammengesetzte Paar Nachwuchs hervorbringt, muss sich zeigen
Die Goldenen machen mir nach wie vor große Sorgen! Zwar balzt der Hahn Jim, was das Zeug hält, doch muss er nach der Attacke im letzten Jahr erst noch beweisen, dass er gut mit seiner Henne umzugehen versteht.
Also, die sechs spannendsten Wochen im Fasanenjahr stehen bevor. Weitere Infos gibts im April.
Neues zur Artenreinheit bei Kragenfasanen
Im Annual Review 2007/2008 der WPA veröffentlichte Prof. Ludo Pinceel einen Artikel zur Artenreinheit bei Kragenfasanen. Er beschreibt, dass es noch immer nicht gelungen ist, 100% artenreine Linien in Europa aufzubauen. Im Bild sind hierbei Unterschiede im Kragenaufbau und der Sprösselfedern von puren Amhersten im Vergleich zu Hybriden zu sehen.
Ich bemühe mich um eine Erlaubnis, Auszüge des Artikels auf meiner Seite zu veröffentlichen, doch bitte ich noch um Geduld.
Dies sind noch die bekanntesten Merkmale: Kragenfedern rund gesäumt, Sprösselfedern eher orange-lachsfarben gerundet, und nicht wie bei Goldenen leuchtendrot spitz. Der vollständig gebänderte Schwanz ist wohl hinreichend bekannt. Eisgraublaue Läufe sollte ein Amherst ebenfalls haben.
Es bleibt jedoch vorerst dabei, dass die in Europa als "artenrein" titulierten Amherste nur hinsichtlich ihres Phänotyps so aufgefasst werden können. Genetisch fehlt bisher jeder Nachweis einer reinen Blutlinie. Ich bin froh, immer wieder Kollegen kennenzulernen, die es sehr ernst nehmen mit der reinen Arterhaltung, und sich daher nach Kräften bemühen, aus den Hybriden früherer Jahrzehnte wieder den bestmöglichen Amherst herauszuzüchten.
Allerdings muss man hier postulieren, dass es hier und da zu einer Herauszüchtung von Merkmalen kommen kann, die eher wie bei der Rassegeflügelzucht einem von Menschen definierten idealen Standard entsprechen, denn einer natürlich vorkommenden Ausprägung. Hier wäre vor allem die berühmte "weiße Hose" zu nennen, die oft von "reinen" Amhersten gefordert wird.
Schilderungen berichten uns jedoch, dass gerade die Schenkelfarbe in der Natur oft variiert, ja dass sogar die eher gesperberte Schenkelzeichnung in seinen Varietäten dem Wildtyp entspricht.
Nun, mein verstorbener Amherst hatte seine "weiße Hose" - sein Nachfolger wird diese nicht haben. Auf dieses Merkmal werde ich besonders gespannt sein, wenn es tatsächlich einmal gelingt, reine Amherstlinien zu etablieren.
Erlaubnis liegt vor
Seit Sommer 2009 liegt mir die Erlaubnis von Prof. Pinceel vor, den angesprochenen Artikel auf meiner Website zu veröffentlichen. Für die freundliche Genehmigung möchte ich mich herzlich bedanken.
Ich bitte noch um etwas Geduld, da ich den Text erst noch für die Website aufarbeiten muss.
Durststrecke
Leider muss ich in diesem Jahr einen Totalausfall verzeichnen. Der junge Amherst war von der dominanten Henne schwer beeindruckt, und hat sich gar nicht erst getraut, zu balzen. Keines der nahezu 20 Eier war befruchtet. Jetzt ist Mauser, und ich setze darauf, dass der Junge nicht nur im Gefieder zum Mann wird.
Bei den Goldenen war der Hahn in prächtiger Verfassung, hat eine Super-Balz hingelegt, und zeigte keine Anzeichen von Aggressivität. Offenbar ist an dem guten Rat, den ich von mehreren Zuchtkollegen erhielt, nicht zu nahrhaftes Futter zu reichen, etwas dran. Nachdem der Hahn nicht mehr vom Sittichfutter mit den Sonnenblumenkernen naschen konnte, war er wie ausgewechselt. Um so bedauerlicher war es, dass die Henne inzwischen so stark an ihren Gleichgewichtstörungen litt, dass an eine erfolgreiche Paarung nicht zu denken war. Sie legte auch kein einziges Ei. Im Juni musste ich sie von ihren Leiden erlösen.
Vermutlich war es die Marek’sche Geflügellähme, die zwar selten bei Ziergeflügel vorkommt, doch mit dieser Krankheit hatte ich ohnehin bei unseren Hühnern etliche Male zu kämpfen. Durch die gemischte Haltung ist es gut möglich, dass sich die Goldhenne etwas bei den anderen geholt hat. Schweren Herzens habe ich mich entschieden, ab diesem Frühjahr den Hühnernachwuchs gegen Marek zu impfen.
Auch bei den Sittichen stellt sich der Nachwuchs nicht so selbstverständlich ein, wie im letzten Jahr. Ein Pärchen hat sich neu gefunden, doch ist der Hahn wohl noch nicht geschlechtsreif. Das erste Gelege war unbefruchtet. Jetzt brüten sie auf dem zweiten.
Das etablierte Paar hat aus dem ersten Gelege nur zwei Vögel aufgezogen, und sitzt jetzt auch auf der zweiten Brut. Hier ist außerdem zu attestieren, dass sich Nymphen als Ammen für Pflaumenkopfsittiche nicht eignen. Mein Bruder hatte zwei verwaiste Eier, die Eltern verweigerten die Brut. Unter den Nymphen schlüpften die Küken zwar, doch sie wurden nicht gefüttert.
So bleibt es in diesem Jahr bei einer Handvoll Zwerghuhn-Hybriden aus Antwerpener Bartzwerg X Sebright. Ich hoffe, dass bei den Sittichen noch eine erfolgreiche Brut hinzukommt.
Hier ein paar neue Bildergalerien:
Goldfasan im Profil
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
Gezeter am Hirsekolben
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
Zugeflogen: "Pimpf" - die Spitzschwanzamadine
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
Bei uns in rauhen Mengen: Maikäfer im April
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |























