2010 Artenreinheit Bildergalerien Sittiche Links Zuchtkontakte Sitemap Jahresarchive
Startseite 2010

2010


Impressum und Kontakt

2010

Auf ein Neues

Mann, was ein langer Winter! Alle haben gejammert. Keiner sprach mehr vom Klimawandel. Schlechte Laune ob des frostigen Frühlings allerorten.
Nur: Den Vögeln schien das gar nichts auszumachen. Fasane, Hühner und Nymphensittiche haben allenfalls gegen Ende des Winters mehr Futter verzehrt, offenbar, weil die Reserven aufgebraucht waren. Aber ihrer Lebensfreude tat das alles keinen Abbruch. Alle waren sie fidel wie immer, und vor allem sind sie ohne Malessen durch die Kälte gekommen.

Ja und dann...
als endlich die Plusgrade kamen, erkrankte unser Goldfasan-Hahn. Auf Karfreitag - da krieg mal einen Tierarzt! Naja, Schniefen und Schneuzen, versuchs mal mit Antibiotika, und dann direkt nach Ostern ab zum Doc.
Nur, das hat er nicht mehr geschafft. Ostermontag dachte ich schon, er hätte es hinter sich, weil er wieder fraß, das medizinisch geimpfte Wasser trank, und auch wieder ein wenig durch die Voliere stromerte.
Dann die Negativ-Überraschung: Dienstag morgen lag er tot im Gehege.
Die Untersuchung im Veterinäramt ergab nicht etwa wie zunächst vermutet Erkältung, Lungenentzündung oder dergleichen, sondern akute Blinddarm-Entzündung hervorgerufen durch Parasiten.
Meine Güte, dass ist für einen Nicht-Mediziner eigentlich nicht zu diagnostizieren, zumal die Symptome auf Atemwege hindeuteten. Aber das war wohl nur eine Sekundär-Erscheinung.
Am Tage seines Todes legte die Henne ihr erstes Ei, zwölf weitere sollten folgen. Ich hatte noch Hoffnung, dass er es vielleicht noch zu einem erfolgreichen Tritt geschafft hat - vergebens. Befruchtungsrate 0%. Wieder keinen goldenen Nachwuchs.

Aber Amherste!
Ein unglaubliches Schauspiel spielte sich da ab!
"Amhersthähne sind Hennenmörder!" ??? Vergiß es! Meine Julia hat ihrem Neuen gezeigt, wo Bartel den Most holt. Jeder Balzversuch wurde sofort mit einer prächtigen Tracht Prügel beantwortet. Für den Hahn, versteht sich!
Leider kam ich nicht dazu, das zu filmen. Mal sehen, vielleicht wiederholt sich das ja nächstes Jahr. Für mich war es jedenfalls unglaublich. So etwas habe ich von noch keinem anderen Züchter gehört.
Nun wurde mir natürlich etwas mulmig, was die Befruchtung betraf. Julia legt immer so um den 12.04. herum ihr erstes Ei. Noch drei Tage zuvor gab es wieder den Re-Run von "Szenen einer Ehe" - und dann, auf einmal... stand sie vor ihm, und hielt still. Er konnte sein Glück kaum fassen. Und ich auch nicht! Die ersten 13 Eier alle befruchtet! Die letzten vier wohl nicht, aber egal, nach dem Verlustjahr 2009 ein toller Erfolg!
Fünf kleine sind schon da, die zweite Runde folgt noch.

Erfolgreiche Amherst-Aufzucht 2010

Zehn prächtige Jungtiere sind es geworden! Je fünf wurden von der eigenen Mutter, und von einer Hühnerglucke aufgezogen. Recht ungewöhnlich ist der Ausfall vieler Hennen, das Verhältnis in diesem Jahr ist 3,7. Bisher hatte ich immer mehr Hähne zu verzeichnen. Ab August gebe ich die schönen Jungvögel ab.

Der neue Hahn hat sich endlich gegenüber der Henne etabliert. Ist jetzt (August) fast fertig mit der Mauser, dem Schwanz fehlt noch etwas Länge, die dürfte im Herbst erreicht sein. Auch die Henne, unsere Julia, mauserte erstmals im Sommer. Bisher wechselte sie stets im Oktober das Federkleid, was mir immer Sorge für den bevorstehenden Winter bereitete.
Noch etwas bemerkenswertes: Bisher fing sie im Sommer wieder mit dem Legen an, und hörte damit erst in ihrer Herbstmauser auf. Diesmal unterblieb die Legetätigkeit. Am Futter lag es nicht, denn das habe ich nicht gewechselt.

Hier nun die Bilder aus dem aktuellen Sommer. Viel Vergnügen beim Betrachten!

Zur Galerie hier klicken